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 Timecode einrichten

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Hier mal ne Anleitung, wie Ihr Timecode CDs und Platten einrichtet, bzw was Ihr beachten müsst.

Welche Version funktioniert?:
Virtual Dj Pro, Numark Cue und Numark Virtual Vinyl

Welche Timecodeplatten funktionieren?:
Virtual Dj Timecode Platten /Numark Virtual Vinyl Eratzplatten/ Serato Timecode Vinyl/PCDJ Timecode Platten

Was für eine Soundkarte wird benötigt?:
Eine Asio fähige Soundkarte mit 2 Stereo Ein- und Ausgänge. Zum Beispiel die M-Audio Torq Connective und die Native Instruments Audio 8 Dj.

Welche Nadeln bzw Systeme sind am besten?:
Das ist Geschmacksache. Gute Ergebnisse werden mit der Ortofon Dj Q. Bert/ Ortofon Digitrack/ Ortofon Elektro oder auch mit SHURE M44G DJ SYSTEM erziehlt.

Hier die Beschreibung für den Anschluss eines herkömmlichen Mixers (wie im Beispielbild an Hand des Behringers).

Wie stell ich TCV ein und was muss ich davor alles beachten?
Die Plattenspieler müssen zuerst in den Input der Soundkarte angeschlossen werden. An den Outputs schliesst Ihr den Mixer an.
Damit Ihr ein guten Signal erreicht, ist es wichtig, das System genau auf den Plattenspieler einzustellen. Nach Anbringen des Systems,
löst man nun die Tonarmhalterung, stellt das „Anti-Skating“ (mehr dazu später) auf Null und schraubt das Gegengewicht des Tonarms hinten so lange im Uhrzeigersinn nach hinten, bis der Tonarm beim loslassen völlig frei in der Horizontalen schwebt und parallel zur Platte bleibt. Die ist der „Nullpunkt“.
Nun dreht man den Skalenring am Gegengewicht (Vorsicht! Nur den Skalenring, nicht das eigentliche Gewicht drehen) auf Null. Dies dient lediglich der richtigen Anzeige für sich selbst. Bei jedem Abtastsystem sollte ein kleiner Beipackzettel zu finden sein
mit den Angaben zum optimalen Gewichtswert (z.B. 3 Gramm).
Jetzt dreht man das gesamte Gegengewicht inkl. Skalenring langsam gegen den Uhrzeigersinn nach vorne und stellt so das gewünschte Gewicht ein. Man sagt das die „Anti-Skating“ Einstellung gleich Gewichtseinstellung am Tonarm sein sollte, also dürfte das Einstellen nicht sonderlich schwer fallen. „Anti-Skating“ wirkt dem Zug der Nadel
nach innen entgegen. Wenn man die Nadel auf die Platte absenkt wird, sollte der Tonarm parallel zur Platte sein. Sollte dies nicht der Fall sein, muss man durch Absenken oder Anheben dies nachjustieren.


Einstellungen im Programm (Virtual Dj Pro):
Zuerst auf "Einstellungen" und hier in die "Optionen". Den Pitch stellt Ihr zuerst auf -+8%. Dies ist der gleiche Wert wie bei einem Technics 1210.
Danach auf "Soundkarten". Hier stellt Ihr den Eingang auf "Timecodes". Nun sieht man rechts die "Timecode Config".





1.: Hier stellt Ihr die Plattengeschwindigkeit ein, die Ihr beforzugt. Zum Beispiel 33 RPM. Muss dann auch beim Turntable so eingestellt sein.

2.: Hier wird der Modus ausgewählt. Hier wird das Mixgefühl verändert.

3.: Pitch Sensitivity ist für das verhalten vom Pitch am Plattenspieler zu eurem Pitch am Deck verantwortlich. Je weniger desto schneller reagiert der Pitch am Deck. Empfehlen würde ich zwischen 200 und 500. Das muss probiert werden. Wenn Euch auffällt, das der Pitch am Deck "zappelt", muss der Pitch Sensitivity höher gestellt werden.

4.: Hier wird das Timecode Signal ausgewählt. "Timecode v5" ist das neue Signal von Virtual Dj. "Timecode v4" ist der leicht bearbeitete Vorgänger den Ihr auch schon bei der Virtual Dj Pro Version 5.07 hattet.
Für diese beiden Signale können Virtual Dj Timecode Vinyls und Numark Virtual Vinyl Ersatzplatten verwendet werden.
"Noisemap" ist der Timecode für Seratoplatten. Geht auch nur in Verbindung mit diesen.
"PCDJ" auswählen, wenn Ihr auch diese Platten verwendet.

5.: Hier wird das Timecode Signal visuell dargestellt und vereinfacht eine Problembehandlung.

6.: Wenn Ihr alles richtig konfiguriert habt, klickt auf beide Plattenteller auf "Play" und drückt auf "Autoconfig". Nun sollte ein 100%iges Timecode Signal vorhanden sein.

Ich hoffe, das es für Euch eine kleine Hilfe war und wünsch Euch viel Spass beim ausprobieren.

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Anmerkung bezüglich TimeCodeEngine v4 und v5:

Die "neue" Engine v5 ist eine für´s Scratching optimierte v4 ! Das ist keine grundsätzlich neue Engine, wie immer behauptet oder zumindest es verstanden wird. Sie ist empfindlicher in der Nadelabtastung (was für´s scratching wichtig ist), was man auch daran merkt, dass wenn man nur mit dem Finger an der Nadelspitze entlang fährt, der Track im Programm schon zuckt.

In der v4 wurde das "Needledroping" optimiert. Soll hier also unempfindlicher gegen Nadelsprünge, etc. sein.
Es kann auch u.U. vorkommen, dass einige User perfekt mit der v5 andere aber nur mit der v4 arbeiten können. Das hat auch Hardwareseitige Hintergründe. Das heißt nicht, dass User mit v4 eine "schlechtere" Engine haben ! Es ist bei einigen Systemen sogar möglich die v5 auf nu einem Deck und die v4 auf dem anderen Deck zu betreiben ! Das müßt Ihr selbst für Euch ausprobieren, da können wir keinerlei Tips geben.

Bei Problemen sollte als erstes "Clear Sound" deaktiviert werden.
Dann "Save Mode" und/oder "Overclock" aktivieren oder deaktivieren ! Das sind Tweaktools die nicht unbedingt auf jedem System funktionieren !
Für ein gutes Ergebnis sollten alle möglichen Einstellungen durchprobiert und getestet werden. (hier fängt man mit den minimalsten Einstellungen an und tweaked sich Stück für Stück höher :)
Unterschiedliche Systeme erfordern unterschiedlichste Einstellungen !


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